DIE DIGITAL RELAIS BEI DO0RDG

Tetra DMO Repeater 

Tetra bei DO0RDG


TETRA im Amateurfunk hat erst Ende 2014 an Fahrt aufgenommen. Aktuell (November 2021) gibt es in Deutschland rd. 25 TETRA Relais. Aber auch in England, Niederlande, Österreich, Italien und in Frankreich sind bereits TETRA Repeater „on air“.


Der TETRA-Standard wurde in den 1990er Jahren als Antwort auf den GSM Standard entwickelt. Er wird heute in vielen europäischen und außereuropäischen Ländern, zum Teil landesweit, in Funknetzen der Polizei, Feuerwehr, des Militärs und von Hilfsorganisationen genutzt. Aber auch andere kommerzielle Funkdienste (Transport und Logistik, Verkehrsbetriebe und Flughäfen….) nutzen TETRA überall auf der Welt. TETRA ist ein Zeitmultiplex Verfahren (TDMA), mit 4 Zeitschlitzen von jeweils 14,167ms Länge je Trägerfrequenz.


Bei TETRA unterscheidet man zwischen dem so genannten TMO Betrieb (Trunked Mode Operation >> Bündelfunk) und dem DMO Betrieb (Direktmode Operation >> Direktbetrieb).


Im Amateurfunk setzen wir auf DMO Betrieb. DMO wird von den kommerziellen Funkdiensten dort genutzt, wo z.B. keine TMO Infrastruktur gegeben ist, oder wo auf Grund der Rahmenbedingungen (z.B. bei Einsätzen in Gebäuden) die Netzzentrale nicht erreicht wird. Dabei kann ein einzelnes Funkgerät als Relaisfunkstelle die Versorgung eines größeren Gebietes sicherstellen. Das ganze läuft über einen Simplex Kanal. Auf einem Zeitschlitz wird empfangen und auf einem zweiten Zeitschlitz wieder ausgesendet.


Im TMO Betrieb wird eine Netzinfrastruktur benötigt die automatisiert Gesprächsanfragen annimmt, vermittelt und automatisch Funkkanäle zuweist und Gesprächsgruppen verbindet. Den größten Funktionsumfang bietet sicherlich der TMO Betrieb, inkl. einem automatischen Zellenwechsel, echtes Gegensprechen, Verschlüsselung und so weiter. Viele dieser Funktionen werden im Amateurfunk allerdings nicht benötigt, die Netzinfrastruktur dafür ist sündhaft teuer.


Rückenwind bringt aktuell die Versorgung mit Endgeräten, die z.T. zu sehr attraktiven Preisen am Gebrauchtmarkt gehandelt werden. Im Gegensatz zu den reinen Amateurfunk-Digital-Standards, werden Funkgeräte für kommerzielle Funkdienste von einer Vielzahl von Herstellern produziert und angeboten. Der Gebrauchtmarkt wächst derzeit, da viele Funkdienste auf neue Geräteserien umstellen. Oftmals besitzen die angebotenen Geräte schon ein Update, dass den Frequenzbereich von 430 - 440MHz beinhaltet. Darauf ist allerdings zu achten, oder man kennt einen Funkamateur, der die Erweiterung vornehmen kann :-). Handfunkgeräte von z.B. MOTOROLA (MTP850, MTH800….) sind teilweise zwischen 100-250€ zu bekommen. Mobilgeräte sind noch etwas seltener, kosten aber i.R. auch nicht mehr als 200 - 350€. Für das Geld bekommt man dann allerdings auch solide kommerzielle Funktechnik.


Mit DO0RDG ist das erste TETRA Amateurfunkrelais in Mecklenburg-Vorpommern in der Luft. Darüber hinaus arbeitet es mit der  Vernetzung via SvxLink.


Bei TETRA im Amateurfunk geht es nicht darum, neue Reichweitenrekorde im Relaisfunk aufzustellen. TETRA ist für sog. Kleinzellenversorgung entwickelt worden. Aktuelle Reichweitentests belegen eine Nutzbarkeit bis rd. 25km. Vereinzelte Berichte über Entfernungen bis 45km bedürfen weiterer Tests. Ausschlaggebend ist hier nicht die HF Feldstärke, sondern vielmehr die Laufzeit der Signale und mögliche Reflektionen.


Wir freuen uns über jeden, der die TETRA Relais einfach nur zur Kommunikation nutzt. Oder an der Technik interessiert ist und die Entwicklung und Tests mit begleiten möchte.


QRG: 430.075 MHZ


Der Tetra DMO Repeater ist mit dem Thueringen.link und mit dem Tetra Netz Verbund zusammen geschaltet. Mittels SDS-Komados kann man zwischen den beiden Reflektoren umschalten. Auch einzelne SG‘s (Sprechgruppe) können mit den SDS-Komados gewählt werden. 

Grundparameter sind:

  • ISSI: Z.B. eure DMR-ID, jede ISSI darf im Netzwerk nur einmalig aktiv sein
  • MCC: 901
  • MNC: 9999
  • GSSI: 1

 

Ich werde diesen Beitrag nach und nach ergänzen, auf Vollständigkeit gebe ich keine Gewähr 😉


Für den Betrieb müsst ihr eine ISSI haben und in eurem Gerät programmieren, vorzugsweise benutzt ihr, sofern vorhanden, CCS7 bzw. DMR-ID.

Damit wir alle kompatibel sind und auch die SMS-Funktion funktioniert, hier die wichtigsten für euch einzustellenden Parameter:

In den Einstellungen der „Subscriber Unit Parameters“:
Radio ISSI, das ist eure persönliche ID-Nummer

In den Einstellungen der „Feature Flags“:
Semi-Duplex Private Call – anhaken
Private Duplex – anhaken
Direct Mode (DMO) Semi-Duplex private Call – anhaken

Weiter unter „DMO Parameters / DMO Address Extension“:
MCC: 901
MNC: 16383

Unter „Contact Book / Dialing Scheme“:
1.. MCC: 901, MNC:16383, Base GSSI: 1

Im „Contact Book / Contact List“:
Name [Rufzeichen], Status [Personal], private CCS7 bzw. DMR-ID des Kontakts (diese wird meistens verwendet)

Unter „User Application / RUA/RUI / Limited Service Feature List“:
Private Call – anhaken

Damit funktioniert schonmal der grobe Funkverkehr. Um auch APRS und einige andere Funktionen wie Talkgroups oder auch EchoLink steuern zu können muss der Repeater mit euch bekannt gemacht werden, dafür müsst ihr euch bei mir melden, damit ich euch einpflegen kann. Das geht auch über das Kontaktformular dieser Webseite. Wichtig ist, dass ihr mir euer Rufzeichen, eure ISSI und euren Vornamen mitteilt.

Da via Tetra keine DTMF-Kommandos übertragen werden besteht der Lösungsansatz darin mittels SDS-Kommandos bestimmte Funktionen ausführen zu können, diese Kommandos werden innerhalb der Steuerung übersetzt und dann ausgeführt. Die gängigsten Kommandos findet ihr unten im Dashboard aufgelistet, dieses und weitere interessante Informationen findet ihr mit dem Link

http://leipzig2000.dyndns.org:4047/

DO0RDG Tetra-DMO bietet auch die Möglichkeit an sich via Echolink zu anderen Echolink-Nodes bzw. Repeatern zu verbinden, allerdings muss dazu extra ein eigener Steuerbefehl am Repeater eingetragen und im Funkgerät programmiert werden. Wenn also jemand eine bestimmte Verbindung regelmäßig nutzen will, teile ich gern ein entsprechendes Makro mit ein, dazu bitte bei mir melden.

Ich muss an dieser Stelle darauf hinweisen, dass ich als Relaisbetreiber keinerlei Programmierhilfe geben kann und darauf zu achten ist, dass nur Geräte ohne TEA1 oder TEA2-Verschlüsselung im Amateurfunk zu verwenden sind!
Hilfestellungen gibt es in der Tetra-Telegrammgruppe oder entsprechenden Foren mit Amateurfunkbezug, auch einige interessante Webseiten geben Hilfestellung.

  • Quelle: DB0WIZ

DMR: 438.8000 Mhz / 431.2000 Mhz
TS1: 262, 9112, 263112
TS2: TG8 MV Cluster, TG 9 Lokal , 2620 MV/SA, 2021 B/BB, TG 262817 (XLX174)

Repeater-Info auf Brandmeister

Hier gehts zum Status des DMR Relais


Leihgerät für DMR-Einsteiger

Die Relaisfunkstelle besitzt ein für DO0RDG vorprogrammiertes Anytone 878, Boafeng DM 5R oder ein Radiodiddy GD77 welches an DMR-Einsteiger kostenfrei für eine kurze Zeit ausgeliehen werden kann. So kann ein Funkamateur DMR testen, ohne sich gleich ein eigenes Gerät kaufen zu müssen. Eine gültige Amateurfunklizenz und Wohnort im Bereich des Relais ist selbstverständlich die Voraussetzung. Die Ausleihe kann über das Kontaktformular beim Sysop angefragt werden.

UM DEN EINSTIEG ZU ERLEICHTERN GIBT ES EINEN MV CODEPLUG FÜR DAS RADIODDITY GD 77 ALS OPENSOFTWARE  ZUM DOWNLOAD 

UM DEN EINSTIEG ZU ERLEICHTERN GIBT ES EINEN DEUTSCHLAND CODEPLUG FÜR DAS RADIODDITY GD 77 ALS OPENSOFTWARE  ZUM DOWNLOAD 

UM DEN EINSTIEG ZU ERLEICHTERN GIBT ES EINEN MV CODEPLUG FÜR DAS ANYTONE 878 HANDFUNKGERÄT ZUM DOWNLOAD 


UM DEN EINSTIEG ZU ERLEICHTERN GIBT ES EINEN MV CODEPLUG FÜR DAS ANYTONE 578 MOBILFUNKGERÄT ZUM DOWNLOAD 

PAYPAL SPENDEN KANNST DU GERNE ...

DMR - DIGITAL MOBILE RADIO 438.800 MHz


Der Einstieg in DMR

Registrierung für den DMR-Betrieb / Hinweise auf gängige Probleme

An dieser Stelle nochmals ein paar Tips, was man so alles benötigt, um im BM überhaupt erst aktiv werden zu können, und Hinweise auf die möglichen Fallen, die einem das ggf. erschweren. 

Zuerst steht und fällt alles mit der DMR-ID. Diese siebenstellige Nummer ist, ähnlich dem Rufzeichen, weltweit eindeutig und dem Land zuzuordnen, zu dem auch das Rufzeichen gehört. Dabei wird sich an den Länderkennungen orientiert, wie sie auch im öffentlichen Mobilfunk eingesetzt werden. Deutschland hat da den Bereich 262-265 inne. 

Diese ID-Nummer bekommt man bei RadioID, https://www.radioid.net/ - dazu bitte ein Photo oder einen Scan der Lizenzurkunde bereithalten, da dieser hochgeladen werden muß. Bitte dabei beachten, daß keine IDs für Ausbildungsrufzeichen (DN) vergeben werden, da dieser Funkverkehr ohnehin unter Aufsicht eines Funkamateurs stattzufinden hat soll dieser auch mit seinem guten Namen (Rufzeichen) dafür eintreten. 

Ferner ist zu beachten, daß für die Anmeldung einer Relaisstelle kein eigener Account angelegt werden kann, sondern der des Relaisverantwortlichen oder des Betreuers des Relais zu verwenden ist. Das weitere Vorgehen wird dann im persönlichen Kontakt geklärt. 

Übrigens werden die Lizenzurkunden dort nicht maschinell ausgewertet, wie oft vermutet wird. Nein, da schaut ein Mensch drüber (einer davon bin ich), gleicht das ggf. auch nochmal mit den BNetzA-Daten ab und gibt dann die ID frei. Das kann also schon mal einen Tag dauern.

Wenn die ID zugeteilt ist kann diese auch schon ins Funkgerät programmiert und Betrieb gemacht werden.

Jedoch ist es ratsam, zum Einstellen diverser Parameter auch unter https://brandmeister.network/index.php?page=register einen Account anzulegen. Will man selbst einen hotspot betreiben, so ist diese sogar unumgänglich. Dabei beachten, Email-Adressen von T-Online funktionieren nicht. Dieser Provider scheint weltweit der einzige größere Laden zu sein, der unsere Emails dauerhaft nicht akzeptiert. Beschwerden dazu bitte an T-Online, wir erfüllen alles, was üblich und weltweit gefordert ist - und nur für T-Online scheint nicht mal dies auszureichen.

Bei der Erstellung des Accounts gibt es eine Frage nach der Wellenlänge des UHF-Bandes. Viele scheinen dies nicht zu wissen, obschon man es eigentlich in der Vorbereitung zur Prüfung lernt, und obwohl der Großteil der deutschen DMR-Relais dort arbeitet. Auch ist nur die Zahl gefragt, in Form der Ziffern, keine Worte, keine Einheiten, keine Buchstaben.

Ist diese große Hürde genommen, so erhält man eine Email mit einem Bestätigungslink, der zu klicken ist. Kam diese Email nicht an, mal in den Junk/Spam-Ordnern nachsehen. Liegt sie dort auch nicht...ja, habe ich es nicht deutlich gesagt, NICHT T-Online verwenden!!! :) Hilft das alles nix -> BM262-Team kontaktieren. 

Auch hier erfolgt die Prüfung manuell, es kann also ein, zwei Tage dauern. Ausnahme: Wenn ihr bei RadioID die gleiche Email-Adresse verwendet habt wie für das Anlegen des BM-Accounts, dann geschieht die Aktivierung automatisch binnen recht kurzer Zeit nach Klicken des Bestätigungs-Links (aber nicht sofort, der Automatismus läuft nur in Intervallen drüber).

Also nochmal im Zeitraffer, RadioID-Account mit Photo/Scan der Lizenzurkunde, nach Erteilen der DMR-ID BrandMeister-Account, nicht T-Online verwenden, und Verwendung der gleichen Email-Adress für beide Accounts hilft, den Ablauf zu beschleunigen. Alles verstanden? Und warum schreibt der das nicht gleich so kurz in einen Absatz ganz am Anfang?

Ganz einfach - so mußte man sich ein wenig damit befassen während des Lesens, vielleicht bleibt dann auch wirklich was davon hängen im Langzeitgedächtnis :)

Wenn wirklich mal was "Unauflösbares" passiert wie ein Schreibfehler in der Email-Adresse und derlei, wendet euch bei BrandMeister-Themen ans BM262.de-Team. Bei RadioID wird das größtenteils automatisch abgefangen, ansonst ist auch dort ein Team erreichbar, was ggf. weiterhilft. Außerdem ist bei tiefergehendem Informationsbedarf unser Handbuch http://wiki.bm262.de/doku.php?id=benutzerhandbuch immer einen Blick wert.

Viele Grüße

Ralph, DK5RAS, fürs BM262.de-Team.